Sprüchezauber



11 Nov, 2012

Das Veilchen spricht mit stolzem Mut

Gepostet von: Fee In: Blumen und Natur

Das Veilchen spricht mit stolzem Mut:
Bin ich Dir nur zum Pflücken gut,
Mich fortzuwerfen balde:
Laß lieber stehn mich ungepflückt,
Bleib’ ich auch fürder unbeglückt
Im tiefen dunklen Walde!

Bin ich an Glück auch nicht gewohnt,
Nicht weiß ich doch, wie Undank lohnt …
Könnt’ einmal nur gepflückt sein
Und hast Du nach mir heiße Lust,
Dann will ich auch an Deine Brust
Tiefinniglich gedrückt sein!

 

Sidonie Grünwald-Zerkowitz

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Alle Töchter der Aurora,
Alle Blumen in dem Garten,
Standen hoffend, standen wartend
Auf die königliche Rose.

Und da ging sie majestätisch
Auf, auf ihrem grünen Throne.
Rings um ihren Königspurpur
Stand der Dornen scharfe Wache.

Und sie blickte liebreich nieder,
Sie gebildet von der Liebe,
Und die Blumen alle neigend
Grüßen sie mit stummer Ehrfurcht.

Die bewundert ihre Schönheit,
Jene liebet ihre Güte,
Diese buhlt um ihre Gnade,
Hundert neiden ihre Reize.

Und der Amor ihrer aller,
Der sie alle liebgewinnet,
Allen ihre Süße raubet,
Und nur mit dem Stachel lohnet,

Summend kam die freche Biene,
Lüstend auch nach ihrem Busen;
doch Ein Blick verjagt den Räuber,
Und verschloß den keuschen Busen.

Und die Nelken stehen neidig,
Prinzessinnen von Geblüte.
Die Jasmine, deren weiße
Frische selbst die Venus heuchelt,

Die Narzisse bei der Quelle,
Die nur sie, nicht sich mehr siehet;
Und die Lilie der Unschuld,
Schmachtend in der Liebe Tränen.

Hyazinthen, Anemonen
Und die Damen ihres Hofes
Spröde Tulpen, die nicht duften,
Aber prangen und stolzieren –

Alle stehen, alle warten,
Welche Freundin sie erwähle?
Und sie wählt das stille Veilchen,
Aller Blumen Erstgeborne,

Das im Grase sich verhüllet,
Und schon, eh es da ist, duftet,
Duftet frühe Lenzerquickung,
Und die Hoffnung aller Schwestern.

Alsobald im Lorbeerwalde
Ihres Königsparadieses
Fangen jauchzend vor Entzückung
Nachtigallen an zu schlagen;

Und so oft im grünen Frühling
Dieser Palast wiederkehret,
Singen Schäferin und Schäfer
Nur das Veilchen und die Rose.

 

Johann Gottfried von Herder

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06 Okt, 2012

Was dir wirklich Leid tut

Gepostet von: Fee In: Entschuldigung

Entschuldige dich nicht für das was dir nicht wirklich Leid tut, aber vergiss niemals dich bei denen zu entschuldigen, bei denen du es wirklich vermasselt hast!

 

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01 Okt, 2012

Ein Gärtner im Winter

Gepostet von: Fee In: Blumen und Natur|Winter

Alljährlich pflegen wir zu sagen,
daß die Natur ihren Winterschlaf antrete…
Du lieber Gott, und das soll Schlaf sein? …
Eher möchte man sagen, die Natur habe aufgehört,
nach oben zu wachsen, weil sie keine Zeit dafür hat.

Sie krempelt sich nämlich die Ärmel auf und wächst nach unten…
Hier wachsen neue Stengel; von hier bis dort,
in diesen herbstlichen Grenzen drängt das märzliche Leben hervor,
hier unter der Erde wird das grosse Frühlingsprogramm entworfen.

Jetzt, wo der Garten im Schnee versinkt,
erinnert sich der Gärtner plötzlich, das er eines vergessen hatte:
den Garten anzusehen.
Denn dazu … hat er ja niemals Zeit gehabt.

Wollte er im Sommer den blühenden Enzian betrachten,
mußte er unterwegs stehenbleiben,
um den Rasen von Unkraut zu reinigen.

Wollte er sich an der Schönheit des Rittersporn erfreuen,
mußte er ihm Stöcke geben…
Standen die Flammenblumen in Blüte,
jätete er die Quecken aus…
Was wollt ihr, immer gab es etwas zu tun.
Kann man denn die Hände in die Taschen stecken
und im Garten herumgaffen?

 

Karel Capek

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12 Sep, 2012

SMS Spruch: Ich mag dich

Gepostet von: Fee In: Gefühle

@–)– ich sende dir diese Rose, weil ich dich so gerne hab!

06 Sep, 2012

Das Leben ist zu kurz um…

Gepostet von: Fee In: Entschuldigung

Das Leben ist viel zu kurz um lange Böse zu sein…. daher verzeih mir bitte!

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03 Sep, 2012

Ein Mädchen und ein Gläschen Wein

Gepostet von: Fee In: Festreden und Feiern

Ein Mädchen und ein Gläschen Wein kurieren alle Not; und wer nicht trinkt und wer nicht küsst, der ist so gut wie tot.

 

Johann Wolfgang von Goethe

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01 Sep, 2012

Gedanken an dich, sind wie

Gepostet von: Fee In: Blumen und Natur|Gefühle

Gedanken an dich sind wie Rosenblätter die nie verwelken.

Sie sind samtig und duften verführerisch.

26 Aug, 2012

Beim Trinken und Essen

Gepostet von: Fee In: Festreden und Feiern

Beim Trinken und Essen wird der Kummer schnell vergessen.

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24 Aug, 2012

Gedicht

Gepostet von: Fee In: Blumen und Natur|Frühling

Die Distel sprach zur Rose:
Was bist du nicht ein Distelstrauch?
Dann wärst du doch was nütze,
Dann fräßen die Esel auch!

Zur Nachtigall die Gans sprach:
Was bist du nicht ein nützlich Tier,
Das, Blut und Leben opfernd,
Zum Wohl der Menschen stirbt wie wir?

Zum Dichter der Philister
Sprach: Was nützt dein Gesang dem Staat?
Zur Arbeit rühr’ die Hände,
Folg’ der Philister Tun und Rat!

Philister, Gans und Distel,
Behaltet euren klugen Rat!
Ein jeder von euch treibe
Und tue, was er immer tat!

Der eine schafft und müht sich,
Der andre singt aus voller Brust –
So war es stets und überall
Zu guter Menschen Glück und Lust.

Mirza-Schaffy, wie lieblich
Ist deiner Weisheitssprüche Klang!
Du machst das Lied zur Rede,
Du machst die Rede zu Gesang!

 

Friedrich Bodenstedt


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