Sprüchezauber



15 Jul, 2012

Gedicht zur Goldenen Hochzeit

Gepostet von: Fee In: Festreden und Feiern|Gefühle

Vor manchen, manchne Jahren, als ich zuerst dich sah,

War deine Locke rabenschwarz, braun deine Wange da.

Jetzt ist die Wange blässer, wie Silber glänzt dein Haar,

Und dennoch bist du lieber mir,

Ja lieber,

Als mir der Jüngling war.

 

Des Lebens schroffen Hügel erstiegen Hand in Hand

Wir, wie es Wind und Wetter gab. Hin über Fels und Sand;

Jetzt ist der Abend milder, wir stiegen sanft hinab,

Und dort am Fuß erwartet uns

Zusammen

Ein Brautgemach, das Grab.

 

Wohlauf, ihr Söhn und Töcher, singt unsern Hochgesang

Und streuet Myrten vor uns her den kurzen Weg entlang!

Und preiset jede Stunde, die uns der Himmel gab.

Jelänger und Jelieber,

Jelieber,

Umschatt einst unser Grab!

 

Johann Gottfried Herder


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